Ökologischer Ausbau des Ehenbachs östlich Holzhammer
Im September 1999 wurde ein Abschnitt (BA1) des Ehenbachs ökologisch ausgebaut.
Lage, Gewässer
Lage des Projekts
- Der Ehenbach zwischen Holzhammer und Unterköblitz ist von Natur aus ein mäandrierender Bach in einem breiten Sohlental.
- Der Bach liegt nach der naturräumlichen Gliederung im Oberpfälzer Hügelland, nach der Einteilung in Fischregionen in der Barbenregion
- Wasserführung bei Niedrigwasser (NQ) = 0,270 m³/s, Mittelwasser (ZQ) = 0,400 m³/s, Hochwasser (HQ10) = ~30 m³/s.
Ökologischer Ausbau im Bauabschnitt 1
- Das Gewässerpflegekonzept für den Ehenbach sieht den Erwerb von Flächen auf einer Bachseite und ökologische Ausbaumaßnahmen vor um die ökologischen Funktionen des Baches zu stärken, die Hochwasserrückhaltung zu verbessern und die Selbstreinigungsleistung zu stärken.
- Durch die Übereignung einer größeren Grünlandfläche von der Forstverwaltung auf die Wasserwirtschaftsverwaltung wurde der Bauabschnitt 1 möglich.
- Maßnahmeträger ist der Bezirk Oberpfalz ( Gewässer zweiter Ordnung ).
- Planung durch das Wasserwirtschaftsamt Amberg im Jahr 1998.
- Die Ausführung erfolgte durch die Flussmeisterstelle Amberg mit der Firma Braun im September 1999.
- Die Kosten betrugen ca. 80.000,- DM und werden vom Bezirk Oberpfalz und Freistaat Bayern getragen.
Umfang des Bauabschnittes 1
Darstellung des Bauabschnittumfangs
- Fließgewässerverlängerung um 40 % von 283 m Länge auf 400 m Länge durch den Bau von neuen, unregelmäßigen Bögen und Mäandern.
- Gestaltung eines naturnahen Bachbettes ohne Uferbefestigung. Einbau von Sohlschwellen zur Verhinderung der Tiefenerosion.
- Ca. 3000 m³ Erdbewegung waren erforderlich. Der Aushub wurde, soweit er nicht zur teilweisen Verfüllung des alten Bachbettes benötigt wurde, aus dem Talraum abgefahren.
- An den Ufern erfolgte eine Bepflanzung mit den Arten des Schwarzerlen – Ufergehölzsaumes.
Bilddokumentation der Maßnahme
Die Pflöcke markieren den geplanten neuen Bachlauf (Juli 1999)
Wissenschaftler und Förster ermöglichten hier zusammen die Maßnahme (September 1999)
Der neue Bachlauf wird möglichst im Trockenen gebaut (September 1999)
Erst zum Schluss der Baumassnahme wird der neue Bach geflutet (September 1999)
Gäste und Beteiligte beobachten gespannt die erste Flutung (September 1999)
Der neue Bachlauf (Oktober 1999)
Aufweitungen, Engstellen und verschiedenste Strömungsverhältnisse kennzeichnen den neuen Bachlauf (April 2000)
Gleicher Blick wie beim ersten Bild (April 2000)
Sohlschwellen aus quer eingebauten Bäumen verhindern eine Eintiefung des Baches (April 2000)
